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Video sorgt für Krise in Österreich

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP (links) und Heinz-Christian Strache von der FPÖ (rechts). (Bild: kremlin.ru, Wikimedia, CC BY 4.0; Gregor Tatschl, Wikimedia, CC BY-SA 2.0)

20. Mai 2019

In Österreich ist die Regierung zerbrochen. Schuld ist ein heimlich gemachtes Video aus Ibiza.

Vor einer Woche schien in Österreich noch alles in Ordnung gewesen zu sein. Sebastian Kurz von der Partei ÖVP ist Bundeskanzler. Und Heinz-Christian Strache von der Partei FPÖ war sein Stellvertreter. Doch dann ist es im Nachbarland Deutschlands zu einer großen politischen Krise gekommen. Die Regierung ist zerbrochen. Strache hat seinen Job verloren. Und zwischen ÖVP und FPÖ gibt es einen Riesenzoff. Wie ist es dazu gekommen?

Im Oktober 2017 war in Österreich ein neues Parlament gewählt worden. Dabei schnitten ÖVP und FPÖ stark ab. Die ÖVP ist vergleichbar mit der CDU in Deutschland. Und die FPÖ ist eine rechte Partei wie die deutsche AfD. Jetzt wurde bekannt, dass der FPÖ-Mann Heinz-Christian Strache einige Monate vor der Wahl an einem Geheimtreffen auf der Insel Ibiza teilnahm. Er traf sich dort mit Leuten, die vorgaben aus Russland zu stammen.

Große Spenden gegen große Versprechen

Bei dem Treffen boten die angeblichen Russen an, der FPÖ viel Geld zu spenden und die Partei auch in anderer Form zu unterstützen. Strache bot im Gegenzug an, diesen Leuten Aufträge des Staates zu geben. Und sie überlegten gemeinsam, wie man die Medien in Österreich dazu zwingen kann, freundlich über die FPÖ zu berichten. Das alles wurde von Unbekannten heimlich gefilmt. Und dieses Video wurde jetzt veröffentlicht.

Vieles von dem, was Heinz-Christian Strache bei dem Geheimtreffen auf Ibiza sagte, schadet dem Ruf Österreichs als Rechtsstaat. Und es verstößt gegen wichtige Grundsätze der Demokratie: Spenden an Parteien dürfen nicht geheim erfolgen. Der Staat darf keine Firmen bevorzugen. Und die Medien müssen unabhängig berichten können.

Deshalb hat Bundeskanzler Sebastian Kurz seinen Stellvertreter Strache entlassen. Am Montag musste auch der FPÖ-Minister Herbert Kickl gehen. Und kurz darauf zog die FPÖ alle ihre Minister aus der Regierung ab. Damit ist die Regierung zerbrochen. Im September soll in Österreich neu gewählt werden. Bis dahin sollen Experten die Jobs der bisherigen FPÖ-Minister übernehmen.

Österreicher sind über Video empört

Wer das Geheimtreffen auf Ibiza gefilmt hat, ist bisher unklar. Fest steht aber, dass die angeblichen reichen Russen alles nur gespielt haben. Sie wollten Strache niemals Geld geben. Stattdessen wollten sie zeigen, wie der FPÖ-Politiker denkt und Politik macht. Viele Menschen in Österreich hat das überrascht und empört. Und viele denken jetzt nicht nur über Strache anders sondern über die ganze FPÖ.


Eure Meinung dazu:

von Luise 9 Jahre 23. Juni

Das ist echt nicht ok ,

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